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Gitarre&Bass 6/96

Glockenklang BassArt MKII

Die BassArt ist der Glockenklang-Klassiker für Bassisten, war sie doch die erste High-End-Bassbox dieser Marke, die sich auch Normalverdiener (mit einigen Mühen) leisten konnten. Nun hat sich der Klanggeschmack in den letzten Jahren etwas geändert, und so hat der Hersteller dieses beinahe schon legendäre Boxenmodell zeitgemäß überarbeitet.

Das bedeutet nicht, daß Glockenklang der Philosophie der unverfälschten, detailtreuen Wiedergabe abschwören würde. Aber der Erfolg der BassArt-Boxenkollegen Heart Core und Tedd zeigt, daß den Kunden außer hochwertiger Klangreproduktion auch an einem gewissen Wiedergabepfund gelegen ist.
Die großen Stärken der alten BassArt (die immer noch erhältlich ist) liegen in exzellenter Auflösung und HiFi-artig ausgewogenem Frequenzgang, aber so laut und zupackend wie die anderen Glockenklang-Bassboxen war sie nie. Die besondere Problemstellung bei der Überarbeitung lag nun darin, der BassArt einen offensiveren Charakter zu geben und gleichzeitig ihre spezifischen Stärken zu erhalten. Dafür hat der Hersteller einigen Aufwand betrieben.

Resümee

Den erstklassigen Ruf genießt dieser Hersteller völlig zu Recht, und er ist ihm - wie die innovative Konstruktion dieses hervorragenden Basslautsprechers zeigt - nicht nur zufällig in den Schoß gefallen. Daß in der Überarbeitung der BassArt eine Menge kompetenter Arbeit und Know-how steckt, macht nicht nur die aufwendige Bauweise deutlich, sondern im wesentlichen auch das exzellente Klangergebnis. Die MKII erscheint in jeder Hinsicht gegenüber dem Vorgänger verbessert, sie ist kompakter, leichter, lauter, durchsetzungsstärker und trotzdem preisgünstiger - und liefert bei alledem noch das präziseste, detailfeinste Klangbild, welches man von einem Instrumentenlautsprecher erwarten kann. Auch in Zukunft wird die BassArt von Glockenklang also der Maßstab für das sein, was mit sinnvollem Aufwand an hochwertigster Basswiedergabe machbar ist.

PLUS

Dirk Groll

Mit freundlicher Genehmigung des MusikMedia-Verlages, Köln

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