Professional Studio-Endstufe
Glockenklang Bugatti
Waren die Endstufen früher eher dumme Kraft-Pakete, so findet
man im Inneren der moderneren Endstufen heutzutage jede Menge High Tech vor.
Hagü Schmitz hatte die Bugatti von Glockenklang im Studio-Test.
Die
Aufgabe, schwache Audio-Signale auf ein paar hundert Watt Leistung zu verstärken,
und das ohne Dynamik oder Transparenz zu verlieren, ist sicherlich nicht ohne
ein gewisses Maß an ausgeklügelter Elektronik zu meistern. Das Konzept
einer guten Endstufe setzt natürlich eine hohe Qualität der verwendeten
Bauteile und möglichst gute interne Verkabelung sowie eine sorgfältige
mechanische Verarbeitung voraus. Nach diesen Gesichtspunkten wurde auch, soviel
vorab, die Glockenklang Bugatti-Endstufe mit aller Konsequenz entwickelt.
Konzept
Die Bugatti-Endstufe wurde in erster Linie für den Studio-Bereich konzipiert.
Bei unserem Praxis-Test wurde sie in Verbindung mit verschiedenen Nah/Mid-Feldmonitoren,
wie z. B. Yamaha NS 10, Tannoy Eclipse, Accoustic Energy und den KRK 9000- Monitoren,
eingesetzt.
Die "Bugatti" ist in einem 19 "-Gehäuse mit 4 HE untergebracht.
Auf der Vorderseite befinden sich lediglich ein Power-Schalter sowie einige
Kontroll-LEDs (Peak und Protect).
Auf der Rückseite dagegen findet man sämtliche Anschluß-Buchsen
vor: zwei symmetrische XLR-Eingänge mit parallelen XLR-Buchsen zum Durchschleifen
und die Ausgangsbuchsen zum Anschluß der Lautsprecher, wahlweise in Form
von Polklemmen oder als XLR-Anschlüsse.
Die Eingangsimpedanz ist mit 2 kOhm angegeben, die Eingangsempfindlichkeit läßt
sich mit jeweils einem Schalter pro Kanal von 1,1 auf 2,2 Volt umschalten. Die
beiden Kanäle sind galvanisch vollkommen getrennt, so verfügt jeder
Kanal über einen individuellen Groundlift.
Aber damit nicht genug: Jeder Kanal der Stereo-Endstufe wurde mit einem eigenen
Netzteil versehen. So arbeiten beide Kanäle ganz ohne gegenseitige Beeinflußung,
was gerade bei starken Impulsen oder tiefen Frequenzen von großer Bedeutung
ist, da hier u. U. recht große Ströme fließen.
Die Endstufe liefert eine Leistung von 2x300 Watt (4 Ohm) bzw. 2x 160 Watt an
8 Ohm bei einem Frequenzgang von 15 Hz bis 22 kHz.
Ein integrierter Peak-Limiter fängt gefährliche Impulsspitzen ab;
so kann man einem "Abschießen" der Lautsprecher vorbeugen. Doch
keine Angst, diese Notbremse beeinflußt das Audio-Signal nicht die ganze
Zeit wie etwa ein Summenbegrenzer.
Bei einer Endstufe dieser Klasse ist es schon fast selbstverständlich,
daß sie über sämtliche erforderlichen Schutzschaltungen verfügt,
wie z. B. Kurzschluß-, DC- und Übertemperatur- Schutz. Darüber
hinaus ist die Endstufe mit einer Einschaltstrombegrenzung und einer Einschaltverzögerung
zum Schutz der Lautsprecher ausgestattet. Zum Glück hat Glockenklang auf
einen Lüfter verzichtet, so läßt sich die Endstufe auch ohne
weiteres im Regieraum installieren.
Klang
Wie bereits oben angesprochen, reicht der Frequenzgang der Bugatti-Endstufe von 15 Hz bis 22 kHz (± 0,1 dB), doch sagt diese Angabe kaum etwas über den Klang aus. Hier spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. Wichtig ist, wie die Endstufe sich dynamisch verhält, wie sie z. B. auf Impulsspitzen reagiert, wie sich die Phasenlage dynamisch verhält usw. Viele dieser Kriterien erkennt ein geschultes Ohr sofort, denn stimmen alle Parameter, so wirkt das Klangbild selbst bei großen Lautstärken transparent, Stereo- Abbildungen lassen sich gut orten und die Ohren ermüden nicht so schnell. Die Bugatti-Endstufe arbeitet mit einer solchen Präzision und liefert ein druckvolles aber sehr offenes, frisches Klangbild. Selbst nach längeren, z.T. auch lauteren Hör-Sessions geht der Eindruck des beschriebenen Klangbildes nicht verloren.
PRODUCTION PARTNER |
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| Modell: | Bugatti-Endstufe |
| Hersteller: | Glockenklang, Deutschland |
| Importeur: | Glockenklang, Herford |
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Fazit: Bei der Glockenklang Bugatti-Endstufe handelt es sich um eine Spitzen-Endstufe für den Studio-Bereich. Die Verarbeitung ist sehr gut, die Klangqualität hervorragend und das Handling ist unkompliziert. Dies muß allerdings auch gut bezahlt werden. Alles in allem, wieder mal was Gutes aus deutschen Landen. |
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Mit freundlicher Genehmigung des MusikMedia-Verlages, Köln
Production Partner
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